Im Garten riecht es angenehm feucht, ist warm und die vielen wilden Heilpflanzen sind wachsen fleißig.
Brennnessel, die weiße Taubnessel, Kamille, Schafgarbe und der Rainfarn blühen fleißig an den Feldrändern in meiner Umgebung. So kann ich an geschützten Stelle alle noch ein wenig sammeln und mir einen frischen Tee daraus herstellen oder eine Heilpflanzen-Tinktur. Die Inhaltsstoffe sind ein wenig anders und wenn Ihr beim Sammeln an deren Blättern reibt, merkt Ihr, dass es anders riecht. Da haben sich Herbst- und Frühlings-Duft vermischt!l Mitunter eine ganz neue Erfahrung.
In diesem „Mastjahr“ (Jahre, in denen Bäume sehr viele Samen produzieren) liegen überall Früchte auf den Böden, im Wald, im eigenen Garten, an den Straßenrändern….. Bei Obstbäumen heißen solche Jahre „Alternanz“.
Der Herbstduft ist geprägt von süßlichen, gärenden Gerüchen, selbst die Pappeln riechen zart. Alle Pflanzen freuen sich über die Feuchtigkeit.
In diesem Fruchtjahr „“Alternanz“) haben wir uns in den Kursen mit unseren heimischen Obstbäumen befasst. Die Äpfel -, Birnen, Kirschen und Zwetschgenbäume haben wir zu jeder Jahreszeit beerntet. Die Obstblüten landeten in Honig, Essig, Gelee oder wurden als Medizinal-Tinktur angesetzt. Die Frühlings- und Sommerblätter und zum Teil deren Stiele wurden für Heiltee´s genutzt. Nun waren und sind noch die Früchte dran.
Die Birnen dienen als „Gute-Laune-Kur“, denn: wertvolle Mineralstoffe,Vitamine (Karotin, Thiamin, Riboflavin, Niacin), Gerbstoffe, Pektin, organische Säuren, hoher Kaliumgehalt, B Vitamine regen in ihrer Zusammensetzung, die Serotoninproduktion an!! Glückshormone !!! Birnen-, Birkenblätter und Goldrute regen wunderbar die Blase und Niere an, also nicht am Abend trinken!
Viel könnte ich über sie noch erzählen, aber mehr im nächsten Jahr. Vielleicht magst Du dabei sein!
Jetzt sind noch Quitten und Hagebutten für uns da. Macht ein heilsames Öl daraus, welches ihr dann weiter zu einer Salbe verarbeiten könnt. Eine Heiltinktur oder Essig geht auch gut. Mit gesammelten Kastanien könnt ihr gut eure Wäsche waschen, mit Efeublättern geht das auch.
Wir sind im November im „Windmonat“. Die letzten Blätter fallen, sie rascheln unter unseren Füßen und wir können dabei den Duft einatmen. Novembernebel lädt uns zu Nebelspaziergängen ein.