DE-ÖKO-006
Deutsche Landwirtschaft

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Ich lade Sie/Dich ein, mit mir einen Streifzug durch die Pflanzenwelt der Kräuter, Heil-bzw. Wildkräuter zu machen. Dabei werden wir – je nach Jahreszeit – auf einige Pflanzen genauer eingehen, sie ernten, zubereiten
zu einem leckeren Menü oder ein Tinktur u.a.m. daraus anfertigen.
Mein Wunsch ist, dass Sie in meinen Kräuterworkshops die Seele baumeln lassen, den Geist erfreuen und den Körper kulinarisch verwöhnen.

Angela Sarti

Dipl. Sozial-Pädagogin, Heilpflanzenexpertin

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Litha – Höhepunkt des Sommers Johanni-Zeit

Liebe Kräuter- Freunde – und Freundinnen!

Lasst Euch berühren von den Düften des „Rosenmond oder Johannismond“ (der alte Name für Juni). Juni, die Zeit der Entfaltung und des inneren Wachstums. Es ist die Zeit der Blüte und der ersten süßen Früchte. Die Linden blühen, die Erdbeeren reifen und viele Heilkräuter haben jetzt ihre intensivste Wirkkraft und beste Erntezeit. Die energetische Qualität des Juni ist von Licht und Helligkeit bestimmt; das Licht im Juni siegt über die Finsternis. Eine Zeit der Freude, der Liebe zum Leben. Nun soll alles Verborgene „ans Licht“ gebracht werden. Sommersonnenwende ist der Höhepunkt, „Litha“ bei den Kelten und dem Licht-/Luftelement zugeordnet. Es ist die Zeit des Genießens, der Klarheit, der Freude, der Zielstrebigkeit.
Sonnenräder und Freudenfeuer sind ein sehr altes Ritual mitten im Juni. Sammle auch Du in dieser Zeit Wild/Heilkräuter. Beifuß, Johanniskraut, Schafgarbe, Estragon (Drachenkraut), Eisenkraut, Kamille und Königskerze, Kornblumen und Klatschmohn. Binde ein Kräuterbündel aus neun verschiedenen Kräutern, lasse sie trocknen und nutze sie zur Wintersonnenwende als Räucherbündel. Binde dir auch einen Blumenkranz mit den Johanniskräutern. Binde alle Blüten aneinander und flüstere jeder Blume, die du einflechtest, eine Eigenschaft zu, die du dir wünscht (Lebensfreude, Mut). Du bist ein Teil der Natur.

Nutze Beifuß als Kraftpflanze, wenn du dich stärken musst. Das Johanniskraut wurde als Dämonenabwehrende Pflanze genutzt und die Königskerze bildete die Kraftmitte im Kräuterbüschel. Mach aus Klatschmohnblüten eine eigene Tinte und bringe mit einer Feder deine Wünsche aufs Papier.

Zubereiten: die Klatschmohnblüten werden am besten bis 12.00 Uhr mittags gesammelt, bei trockenem Wetter. Dazu fasst Du die Blütenblätter und ziehst leicht an ihnen, so dass sie ganz leicht in deine Hand gelangen. Bei geschlossenen Blüten vorsichtig sein, denn manchmal schläft eine Hummel darin. Du brauchst ein 200 ml Glas, füllst es bis zu 1/3 locker mit Blüten auf und gibst darüber 150 ml Wasser und 50 ml Essig-Essenz. Das Glas schließen und einige Tage in der prallen Sonne stehen lassen, jeden Tag schütteln. Anschließend alles abfiltern und in eine kleine Flasche oder Tintenfass füllen. Genieße den Augenblick beim Schreiben oder malen!

In der Mythologie war der Weißdorn bei den Kelten und Germanen der Frühjahres Göttin Aine geweiht. Sie ist gütig und den Menschen wohlgesonnen. Er ist ein Teil der britischen Baumfeen-Dreiheit: „Eiche, Esche und Weißdorn“. Dort wo alle 3 Bäume zusammen stehen, zeigen sich uns die Feen. Der Weißdorn ist den Elementen „Feuer und Erde – den Faunen und Nymphen“ zugeordnet. Weißdorn Eigenschaften sind: erheiternd, schützend, heilend und bindend“.

Das Anrufen von Luft bzw. Naturgeistern wurde bevorzugt mit dem Weißdornholz getan. Zum Beltanefest (30. April) bekam die schönste Jungfrau im Dorf einen Kranz aus Weißdornblüten (mit Gänseblümchen und Birkenlaub) aufgesetzt. Junge Mädchen gingen zu einem blühenden Weißdorn und baten die Frühjahres-Göttin um Hilfe. Heute ist die Pflanze ein wichtiges Vogelschutzgehölz. Im Frühjahr bieten die nektarreichen Blüten Nahrung für über 70 Wildtierarten (Käfer, Wildbienen und Schmetterlinge). Ich schicke Euch Seifenblasen aus dem Weißdorngarten, ein Gruß für die Naturwesen, die ich an Beltane fliegen gelassen habe.

 

Rosen-Grüße

Anmutsvoll sich neigen,
Kaskaden von
blühenden Zweigen
und betörender,
göttlicher Duft
schwebt zart durch
die Luft..
Als Opferbaum erscheint der Strauch/Baum schon ungefähr vor 3500 Jahren
(niedergeschriebenen im hethitischen Gebet an die Weißdorn-Göttin).
Auf den Britischen Inseln behüten bis heute „unberührbare“ tiefwurzelnde Weißdornbüsche
als Sitz der Weißen Göttin, Herrn des Frühlings uns aller Fruchtbarkeit, viele heilige Quellen und Brunnen.
Rosenöl wirkt antidepressiv, krampflösend, reinigend, blutstillend, wohltuend auf den Magen. Heilmittel bei Frauenleiden, Leber- und Gallebeschwerden. Rose steht für die Liebe und wurde der Liebesgöttin Venus zugeordnet. Sie galt als Blume der Weisheit und des klaren Verstandes.>

Inhalte aus dem aktuellen Newsletter

  •  
  • Litha – Höhepunkt des Sommers
  • Sommerrezept „Litha“ – Zitronenmelisse/Rosen-Tinktur und Körperöl aus der Blütenzeit mit frischen Rosenblüten und Zitronenmelisse

 

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